Verbalwatsch´n in Reimform

 

Beim 9. CSU-Starkbierfest teilte Gstanzlsänger Weber Bene schlagfertig und humorträchtig aus

Simbach. (nik) Mundwinkelzucker, Schenkelklopfer und Mitschunkler gaben sich am Freitagabend im Gasthaus Apfelböck einen regelrechten Schlagabtausch. Recht so. Hat doch der CSU-Ortsverband zum 9. CSU-Starkbierfest geladen. Bis auf wenige grippige Ausnahmen war der Saal voll besetzt und – das Zweitwichtigste an einem Abend wie diesem - der Bierhahn voll aufgedreht.

Preißn, Österreicher und Sex haben auf den ersten Hinleser nicht viel gemein, sind aber in Bayern immer wieder Lachgaranten; zumindest in humorigen Verstrickungen bei ebensolcher Darbietung. Beides mit Bravour beherrscht der Weber Bene, der sich als Hochzeitslader und Gstanzlsänger einen immer beachtenswerteren Namen macht. Schon vor einigen Jahren hat er in Salzburg bei einem Wettbewerb einen Hiphopper gegen die Wand gegstanzlt und in Simbach brauchte er keine drei Witze aus dem Ärmel zu schütteln, um sein Publikum an den Haken zu bekommen. Den Geschichten vom Hauba-Bauern, dem Totengräber und vielen Anekdoten aus Maxis Erwachsen setzte er durch seine Gstanzl die Krone auf. In ernstzunehmender Mission, dieses bayerische Kulturgut auf ewig zu erhalten, schmetterte er unter der Begleitung der zuverlässig ausgezeichneten Gredbeng-Musi beispielsweise los: „Bevor in da Flüchtlingsdebatte was Vernünftiges rauskimmt, griagt eher d´ Frau Merkel vom Erdogan a Kind.“

 Kurze Unterbrechungen nahm der Weber Bene durch Trinksprüche wie „Ein Motor, der nicht läuft, ein CSUler, der nicht säuft und Weiber, die nicht wollen – die soll der Teufel holen“ und die Einlage eines angehenden Gstanzlsänger-Kollegen gerne in Kauf. Zu aller Erstaunen fasste sich nämlich auch ein Simbacher ein Herz und sein Bier und wartete mit ein paar Verserln über witzige Vorfälle auf, die sich in jeder Gemeinde und so auch in der Simbacher zutragen könnten. „Muaß ned sei“ lautete der Titel der Reimfolge, die der 1. Bürgermeister Herbert Sporrer höchstpersönlich ins Mikrofon sang. Nachdem die letzte Pointe gesetzt war, reihe sich das Gesangstalent unter schallendem Applaus wieder unter den Ehrengästen ein und gab zurück an den Profi. Der holte noch einmal ganz tief Luft, um gemeinsam mit Richard Kotlarski von jetzt auf gleich seine Königsdisziplin vorzuführen, das Improvisations-Derblecken.

Aus nur wenigen zugeflüsterten Stichpunkten ließ der Weber Bene den Anwesenden seine Spontan-Gstanzln angedeihen, worunter er wahre Kracher kreierte. „Ach, is´ des ein hässliches Foto, des is´ keine Pracht. Des is´ nix G´scheids worn, du hast ein Selfie gemacht“ textete er beispielsweise Richtung CSU-Landtagslistenkandidaten Benjamin Taitsch. Und auch die SPD blieb nicht verschont: „Und da ham ma an SPD-Vorstand, des hod ma scho´ kennt. A soichana wead automatisch a Faschingspräsident.“ Und was sonst no´ so los war, ja Leid, des miasst´s eich denga. Da Weber Bene hod so vui g´red, des hod ma ned ois midschreib´n kenna. Am besten is´s, ihr schauts nächsts Jahr selber vorbei, dann muass ma si´ ned so umdoa mit dera G´stanzlaufschreiberei.

 

LZ 05.03.2018

 

Starkbierfe...
Starkbierfest2018 Bilder Starkbierfest2018 Bilder
Starkbierfe...
Starkbierfest2018 Bilder Starkbierfest2018 Bilder
Starkbierfe...
Starkbierfest2018 Bilder Starkbierfest2018 Bilder
Starkbierfe...
Starkbierfest2018 Bilder Starkbierfest2018 Bilder
Starkbierfe...
Starkbierfest2018 Bilder Starkbierfest2018 Bilder
Starkbierfe...
Starkbierfest2018 Bilder Starkbierfest2018 Bilder
Starkbierfe...
Starkbierfest2018 Bilder Starkbierfest2018 Bilder
Starkbierfe...
Starkbierfest2018 Bilder Starkbierfest2018 Bilder
Starkbierfe...
Starkbierfest2018 Bilder Starkbierfest2018 Bilder
Starkbierfe...
Starkbierfest2018 Bilder Starkbierfest2018 Bilder
Starkbierfe...
Starkbierfest2018 Bilder Starkbierfest2018 Bilder
Starkbierfe...
Starkbierfest2018 Bilder Starkbierfest2018 Bilder