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CSU-Neujahrsempfang 2011 mit Prof. Dr. Alois Heißenhuber

 

Gute Tradition unseres CSU-Ortsverbandes ist der Neujahrsempfang. Am 30.Januar

im Gasthaus Apfelböck konnte 1.Vorsitzender Richard Kotlarski dazu neben zahlreichen

Mitgliedern und Gästen auch zahlreiche Vereinsvorstände begrüßen. Herzlich willkommen

hieß er auch die Simbacher Stub`nmusik, die heuer zum 20.Mal in Folge den Empfang musikalisch umrahmte. Ganz herzlich bedankte er sich bei Prof. Dr. Heißenhuber, dass der die Einladung des Ortsverbandes angenommen habe.

 

2010 sei entgegen der zu Beginn durchwegs pessimistischen Stimmung ein hervorragendes Jahr

gewesen, blickte Kotlarski zurück. Ein Wirtschaftswachstum von über 3,5%, die besten Arbeitslosen-

zahlen seit 20 Jahren und weit bessere Staatsfinanzen, als vorhergesagt, belegen dies ganz eindeutig.

Auch für die Gemeinde Simbach sei 2010 ein großartiges Jahr gewesen. Dank der Förderung aus dem

Konjunkturprogramm habe man fast 3 Millionen Euro investieren können ohne einen Euro Neuver-

schuldung. Herbert Sporrer bescheinigte er , seine Aufgaben großartig zu erledigen. „Der Kindergarten ist dein Meisterstück“, lobte er.

„Bei uns gibt es keine Wutbürger, sondern Mitmachbürger“, fuhr der CSU Ortsvorsitzende fort. Er erinnerte an den Einsatz der Vereine und Bürger für die Belange der Gemeinde. Die Einladung der

Vereinsvorstände zum Neujahrsempfang sei ein Dankeschön für dieses Engagement, verdeutlichte Richard Kotlarski.

 

Auch 1.Bürgermeister Herbert Sporrer berichtete in seiner Rückschau über die Anschaffungen, Baumaßnahmen und Veranstaltungen der Marktgemeinde und erwähnte die Auszeichnung von ehrenamtlich in Vereinen tätigen Bürgern mit der Goldenen Ehrennadel.

2010 sei das Jahr mit dem höchsten Haushalt seit 2002 gewesen. Trotz der hohen Investitionen

habe man den Schuldenstand weiter reduzieren können. Weiter berichtete er vom geplanten Umbau des alten Kindergartens in ein Begegnung shaus für die Vereine. „Wir haben uns wichtige Ziele gesetzt“, bemerkte der Bürgermeister. „Ich denke wir können und werden diese auch erreichen.“

 

MdB Max Straubinger lobte in seinem Grußwort den Zusammenhalt in der Gemeinde und dankte dem Ortsverband für seine engagierte Arbeit. Zur Arbeit der Vereine betonte er, sie leisten einen unverzichtbaren Beitrag für das soziale Gerüst des Zusammenlebens und der Kultur in der Gemeinde.

 

Professor Dr. Alois Heißenhuber befasste sich in seinem alles andere als trockenem Referat mit einer nachhaltigen Landwirtschaft unter Berücksichtigung erneuerbarer Energien. Nachhaltigkeit bedeute streng genommen, man könne ernten, was nachwächst. Ganz streng genommen dürfe man also weder Kohle noch Öl noch Uran entnehmen, weil dies bekanntlich nicht nachwächst. Prof. Heißenhuber brachte hier den Begriff „gemäßigte Nachhaltigkeit“ ins Spiel und sprach von ökologischer, ökonomischer und sozialer Nachhaltigkeit. Die Schwierigkeit sei, diese auszubalancieren. „Diese drei Seiten müssen dauernd nachjustiert werden“, bemerkte der Referent. Das und die Berücksichtigung verschiedener Interessen mache es für die Politik schwierig.

Zur Belastung des Öko-Systems tragen drei Bereiche bei: Bevölkerung, Lebensstil und Effizienz. Mit gegenseitigen Schuldzuweisungen komme man hier nicht weiter. Jeder müsse seine Hausaufgaben machen, so zum Beispiel bei den CO2-Emissionen. In den USA liegen die CO2-Emissionen pro Kopf doppelt so hoch wie in Deutschland bei fast gleichem Lebensstandart, was auf eine bessere Effizienz

schließen lässt. Prof. Heißenhuber äußerte sich zur Rolle der Landwirtschaft und ihren Aufgaben, Nahrungsmittel und Energie zu produzieren sowie die Kulturlandschaft zu erhalten. Er verlangte eine Zertifizierung bezüglich ökologischer und sozialer Standards und bezüglich des Tierschutzes, um so Wettbewerbserzehrungen auszuschalten. Er sprach die erneuerbaren Energien an, die eine wichtige Rolle spielen, zeigte aber auch die differenzierte Betrachtungsweise des Nutzens und äußerte Zweifel, ob die EU ihr ehrgeiziges Einsparziel von 80% der CO2-Emissionen bis 2050 verwirklichen könne. Auch hier zeigte er auf, dass es ganz unterschiedliche Möglichkeiten gebe, diese Ziele zu

erreichen. Am Ende erhielt er viel Applaus für seinen tiefsinniges aber humorvoll vorgetragenes Referat.

 

Unsere Ehrengäste: Pfarrer Paul Mrotek, MdB Max Straubinger, Altbürgermeister und Ehrenbürger Michael Fischer, die Orstvorsitzenden aus Reisbach, Andreas Steinberger, und Eichendorf , Willy Hagenburger, die Kreisvorsitzende der Frauenunion, Dr. Petra Loibl, der Kreisvorsitzende der Jungen Union Chistian Fertl, der Präsident des niederbayrischen Bauernverbandes, Walter Heidl, die Bürgermeister Herbert und Anton Sporrer , unsere Marktgemeinderäte, der stellvertretenden Schulleiter Hermann Klarhauser, unser früherer Rektor Manfred Brückl, Gauschützenmeister Alfons Baumgartner, der ehemalige Kreisbrandmeister Anton Wieser und zahlreiche Vereinsvorstände.

Text: Maria Hargasser