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Neujahrsempfang 2015 mit Dr. Marcel Huber

 

Tradition hat beim CSU-Ortsverband der Neujahrsempfang, bei dem namhafte Persönlichkeiten zu interessanten Themen Stellung nehmen. In diesem Jahr konnte die Vorstandschaft den Leiter der Staatskanzlei und Staatsminister für Bundesangelegenheiten und Sonderaufgaben, Dr. Marcel Huber, als Ehrengast und Referenten gewinnen.



Ortsvorsitzender Manfred Ertl leitete nach dem gemeinsamen Abendessen zum „ernsten Teil“ über. Er begrüßte die Gäste, die sich zahlreich im „Desperado“ eingefunden hatten, darunter viele Marktgemeinderäte und Vereinsvorstände. Namentlich nannte er dabei neben dem Referenten des Abends, Dr. Marcel Huber, Pater Wojciech Mazur, 1. Bürgermeister Herbert Sporrer, 2. Bürgermeister Anton Sporrer, MdB Max Straubinger, die Vorsitzende der Frauenunion Brigitte Straubinger, JU-Vorsitzende Franziska Henzel, die Vorsitzenden der CSU-Verbände Reisbach und Eichendorf Andrea Fitz und Willi Hagenburger und stellvertretend für die Ortsvereine den ersten Vorsitzenden der Landjugend Franz Baumgartner.

Der Bitte des Bürgermeisters und der Marktgemeinderäte kam Dr. Marcel Huber zu Beginn gerne nach, sich in das goldene Buch des Marktes einzutragen. Er wünsche der Gemeinde Simbach eine gedeihliche Entwicklung, kann man nun hier nachlesen. Bürgermeister Herbert Sporrer stellte in seinem Grußwort fest, dass das abgelaufene Jahr für die Gemeinde ein gutes gewesen sei. Er verwies auf die Erschließung des neuen Gewerbegebietes in Falterhaid und von Wohnbaugebieten in verschiedenen Gemeindeteilen, auf Straßensanierungen und Schuldenabbau. Auch 2015 muss die Gemeinde wieder große Projekte in Angriff nehmen, so der Bürgermeister und nannte dabei Breitbandversorgung, Untersuchung der Abwasserkanäle und Sanierungsarbeiten in der Kläranlage Simbach. Dank für ihr Engagement sagte Sporrer den Marktgemeinderäten, allen Vereinen und Organisationen sowie allen Bürgerinnen und Bürgern. „Wenn wir alle so zusammenhelfen wie bisher, ist mir um 2015 nicht bange“, betonte der Bürgermeister.

Staatsminister Dr. Marcel Huber erinnerte eingangs an einige denkwürdige historische Daten im Jahr 2014: vor 100 Jahren ist der erste Weltkrieg ausgebrochen, vor 70 Jahren fand der zweite Weltkrieg sein Ende, vor 25 Jahren ist die Berliner Mauer gefallen, hatte der „kalte Krieg“ sein Ende gefunden. 2014 sei aber auch ein Jahr der Krisen gewesen, so Dr. Huber. Er verwies u.a. auf die Lage in der Ukraine, auf den Aufstieg des mörderischen „Islamischen Staates“ und auf die dramatisch ansteigenden Flüchtlingszahlen. Den Frieden zu erhalten sei nicht selbstverständlich, betonte er.

Bayern ansprechend meinte er, dem Land gehe es gut, so gut, wie man es noch nie erlebt hat. Das Thema Bildung ansprechend lobte er das bayerische Bildungssystem, das nicht die Einheitsschule in den Vordergrund rückt, sondern durchlässig ist und jedem Schüler seinen eigenen Bildungsweg ermöglicht. Das in Bayern praktizierte „duale System“ sei vorbildlich und ein Wertmaßstab. Der bayerische Weg führe eben nicht nur in Richtung Hochschule. Viele Studierende kommen nicht über das Gymnasium, sondern über andere zielführende Wege.

Ein weiteres Thema des Referenten war die Innere Sicherheit. Diese sei in Bayern ein „Markenbegriff und den Bürgern ein starkes Bedürfnis – mit ein Grund, warum so viele Menschen nach Bayern kommen. Die Polizei leiste hier hervorragende Arbeit. Die Zunahme der Einbrüche sei in Bayern weitaus geringer aus als in anderen Bundesländern.

Bayern könne auch mit geringerer Arbeitslosigkeit punkten, was Ausfluss einer vernünftigen Wirtschaftspolitik ist. „Wir schaffen gute Voraussetzungen für die wirtschaftliche Entwicklung“ verdeutlichte Dr. Huber und verwies auf Fördermaßnahmen in Sachen Breitbandausbau.

Auf den kürzlich verabschiedeten bayerischen Haushalt für 2015/2016 eingehend, erläuterte er, dass mehr als ein Drittel des Gesamthaushaltes in Höhe von 51 Milliarden Euro in Bildung und Wirtschaft fließen. „Wir kommen ohne Neuverschuldung aus“, betonte Dr. Huber. Schulden zurückzahlen und trotzdem investieren und die richtigen Schwerpunkte setzen, sei das ehrgeizige Ziel der bayerischen Staatsregierung. Weg von den Schulden sei Nachhaltigkeit in der Finanzpolitik, von der vor allem auch die jungen Leute profitieren. Nachhaltigkeit sei auch in der Umweltpolitik gefragt. So sei Wasser ein kostbarer Schatz, den es zu hüten gilt. Viel Geld wurde darum in den letzten Jahrzehnten investiert, um dieses Wasser in seiner guten Qualität zu erhalten. „In Bayern wird auf das Wasser aufgepasst“, versicherte Dr. Huber. Dazu gehören auch Abwassereinrichtungen, für die in der Vergangenheit Milliarden aufgewendet wurden.



Themen, mit denen man sich in Zukunft noch verstärkt befassen müsse, seien Energiepolitik und Klimawandel. „Es ist unsere Aufgabe, Lösungen zu finden“, so der Leiter der Staatskanzlei. Regenerative Energien, sei es nun Windkraft, Solarenergie oder Biogas, könne man nicht gewinnen, „ohne dass man etwas davon sieht“. Man müsse eine Balance finden zwischen Umweltschutz und Naturschutz, Versorgungssicherheit müsse gewährleistet sein und der Preis im richtigen Verhältnis bleiben, forderte Dr. Huber.

Ein weiterer Themenpunkt des Referenten war die Asylpolitik, die oftmals kontrovers diskutiert wird. „Es ist unsere Christenpflicht, den Flüchtlingen zu helfen“, mahnte Huber. Deutschland allein werde aber dieses Problem nicht lösen können. Die Asylbewerber müssen gerecht verteilt werden, meinte Huber im Hinblick auf die Tatsache, dass 16 Länder in der EU überhaupt keine Flüchtlinge aufnehmen. Mit Dankesworten an alle, die sich in vielfältiger Weise ehrenamtlich in der Gemeinde engagieren schloss Dr. Marcel Huber seinen Vortrag.



MdB Max Straubinger dankte in seinem Grußwort ebenfalls allen ehrenamtlich Tätigen und meinte, er sei zuversichtlich, dass auch 2015 alle Aufgaben gemeinsam gemeistert werden. Zusammen mit dem Ortsvorsitzeden Manfred Ertl und Bürgermeister Herbert Sporrer dankte er Dr. Marcel Huber für sein Referat und überreichte als kleine Anerkennung.

(Text Maria Hargasser}

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