Zuversicht statt Angst und Sorgen

Reden bei CSU-Neujahrsempfang stimmen sich auf das neue (Wahl-)Jahr 2019 ein

 

Simbach. (nik) Ja, die Migration hinterlässt Zweifel. Ja, die Digitalisierung schürt Skepsis. Ja, die Weltpolitik sorgt für Angst. Und ja, der Klimawandel macht Sorgen. All der Herausforderungen, welchen sich unsere Gesellschaft stellen muss, ist sich die heimische Politspitze der CSU durchaus bewusst. Doch man dürfe den Kopf nicht in den Sand stecken, sondern müsse die Probleme unserer Zeit am Schopfe packen und zuversichtlich, sowie mutig in die Zukunft schreiten. Auf den Punkt gebracht war dies der Tenor aller Redner, die sich gemeinsam mit den Simbacher Vereinsvorständen am Sonntagabend zum CSU-Neujahrsempfang im Desperado versammelt haben. Natürlich hielten die Wortführer darüber hinaus auch detailliertere Einblicke in ihr jeweiliges Verantwortungsgebiet bereit.

Simbachs Bürgermeister Herbert Sporrer gab den Startschuss für die Informationskette der CSU. Verbunden mit den besten Wünschen für dieses junge Jahr und einem Rückblick auf Erreichtes in 2018 legte er sein Hauptaugenmerk auf all die guten Pläne, die trotz bester Absichten aus verschiedenen Gründen leider nicht verwirklicht werden können. Zumindest nicht sofort. Da wäre zum Beispiel der Breitbandausbau, auf den sich die Menschen in den Weilern und Einöden schon gefreut haben. Statt der kalkulierten drei bis vier Millionen, die die Gemeinde dafür in die Hand nehmen müsste, wurden nun nach Angebotseingang sage und schreibe zwölf Millionen Euro. Eine Summe, die den Marktsäckel sprengt und deswegen schlicht nicht zu stemmen ist. Auch ad acta muss vorerst der Radwegebau nach Haingersdorf gelegt werden. Zwar konnte die Gemeinde alle Grundstücke, die für den Bau benötigt wurden, erwerben, doch nun hat die Regierung von Niederbayern keine Gelder mehr dafür. Ähnliches gilt für die Straße nach Rahstorf. Und auch der Ausbau der KiTa muss verschoben werden. Neue Förderkriterien haben die Planungen noch einmal auf den Ausgangspunkt zurück katapultiert. Entsprechend zeitversetzt wird nun der Baubeginn (Wir haben berichtet). „Manchmal läuft es anders als geplant“ sagte der Bürgermeister und lässt erkennen, dass ihn die Aufschübe der genannten Projekte schmerzen. Er hofft, dass zumindest die anderen Aktivitäten, die Simbach voran bringen sollen, plangemäß laufen. Denn auch in diesem Jahr haben Marktgemeinderäte und Marktverwaltung wieder viel Gutes vor.

„Dann schau ma halt mal, ob nicht noch irgendwo etwas Geld zu finden ist“, eilte MdB Max Straubinger dem Parteifreund augenzwinkernd zur Seite und machte unvermittelt klar, dass „wir als Bürger mit Blick auf die Weltlage auch optimistisch sein können“. Andernorts herrschten verheerende Zustände. Recht viel mehr als die Länder zu betiteln brauchte der Abgeordnete gar nicht zu tun, um seine Aussage zu bekräftigen. China, USA, Russland waren einige der Stichworte. Handelskriege, Shutdown, Bürgerspaltung andere. Umso wichtiger sei es, so Straubinger, dort „für Frieden, Freiheit und soziale Sicherheit einzutreten“, wo weder Mensch noch Land zerklüftet sind. Europa sei ein Vorzeigebeispiel dafür, dass es im Interesse aller als solches zu erhalten gilt. Mit dem CSU-Mann Manfred Weber als Spitzenkandidat für den Posten des EU-Kommissionspräsidenten sei man in jedem Fall gut beraten, warb Straubinger in Vorausschau auf die Europawahlen im Mai.

Mit Werbung für Weber und zudem gegen das Volksbegehren Artenschutz reihte sich die neue Landtagsabgeordnete Dr. Petra Loibl unter die Redner beim Neujahrsempfang. In die gleiche Kerbe schlug auch Festredner und stellvertretender Landrat Werner Bumeder. Überdies warb er ausdrücklich auch für mehr Mut und mehr Zuversicht. So hätte beispielsweise der Landkreis einen Rekordhaushalt von 150 Millionen Euro aufgestellt. Man will unter anderem in die Infrastruktur investieren, in die Bildung und in die medizinische Versorgung der Landkreisbürger. Trotz schlimmer Krisen, die die Welt erschütterten und auf die auch Straubinger hinwies, könnten wir mit der Entwicklung unserer Heimat zufrieden sein. Was die Wirtschaftslage, den Arbeitsmarkt, durchaus die Bildung und die Finanzen im Allgemeinen beträfe, befinde sich Dingolfing-Landau im bundesweiten Vergleich auf einem Spitzenplatz. Auch diesen gelte es zu erhalten und auszubauen. Bei der Mithilfe dafür sei nicht nur die Politik, sondern jeder Einzelne gefragt und deshalb möge man „mutig, zuversichtlich und mit großem Einsatz in das Jahr 2019 starten“, so der noch stellvertretende Landrat, der 2020 bei der Kommunalwahl für den Landratsposten kandidiert und auch dafür bereits jetzt die Weichen stellt.

 

Zum Neujahrsempfang des CSU-Ortsverbands begrüßten die Vereinsvorstände, Markträte und Bürger Simbachs 1. Bürgermeister Herbert Sporrer, MdL Dr. Petra Loibl, Ortsverbands-Vorsitzender Manfred Ertl, FU-Vorsitzende Brigitte Straubinger, 2. Bürgermeister Anton Sporrer, stellv. Landrat Werner Bumeder, JU-Kreisvorsitzender Benjamin Taitsch, MdB Max Straubinger und JU-Ortsvorsitzender Michael Hirl (v.l.).

 

Bild und Text LZ