Den Spitzenplatz zu halten ist die Herausforderung der Zukunft“

CSU-Ortsverband lud zum Neujahrsempfang – hochkarätige Redner informierten über politische Herausforderungen

 

Simbach. (nik) Natürlich war es im Wahljahr 2020 am Sonntagabend im Gasthof Wiese kein Empfang, an dem die Werbung für die Landrats-, Bürgermeister- und Marktratskandidaten komplett außen vor gelassen werden konnte. Doch mit dem Aufgebot an Ehrengästen – Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesministerium des Inneren Stephan Mayer, Bundestagsabgeordneter Max Straubinger, Landtagsabgeordnete Dr. Petra Loibl, Landratskandidat Werner Bumeder, 1. Bürgermeister Herbert Sporrer, sowie FU-Vorsitzende Brigitte Straubinger, JU-Vorsitzender Michaerl Hierl und amtierende, sowie kandidierende Markträte - konnte der CSU-Ortsverband ein breites Informationsspektrum der politischen Arbeit anbieten. Diesem lauschten die geladenen Vereinsmitglieder aufmerksam.

 

Weit mehr als nur ein neues Jahr sei mit der Silvesternacht willkommen geheißen worden, sind sich alle Redner am CSU-Neujahrsempfang einig. Es ist ein neues Jahrzehnt, das Gedanken an die „Goldenen 20er Jahre“ vor einem Jahrhundert zuließe, aber auch dazu ermahne, dass Wohlstand, Sicherheit und Unabhängigkeit keineswegs selbstverständlich sind. Denn obgleich es „uns in Deutschland sehr gut geht“, so der Parlamentarische Staatssekretär des Bundesinnenministeriums Stephan Mayer, läge die größte Herausforderung dieser Tage darin, diese hohe Lebensqualität zu erhalten. Dies gelte für die Bundesrepublik ebenso wie für den Landkreis Dingolfing-Landau und auch die verhältnismäßig kleine Kommune Simbach. 1. Bürgermeister Herbert Sporrer meinte, es sei eben deswegen wichtig, dass „gute und fähige Leute“ regierten. Stellvertretender Landrat und Landratskandidat Werner Bumeder betonte für den Kreis: „Den Spitzenplatz zu halten ist die Herausforderung der Zukunft.“ Bundestagsabgeordneter Max Straubinger appellierte an den Zusammenhalt der Bürger und Staatssekretär Mayer führte ausführliche aus, welch „harte Arbeit“ zu tun sei, um in dieser aktuell vorherrschenden sehr guten Position zu verbleiben.

Da ginge es freilich um die Infrastruktur in Sachen Straßen, Digitalisierung, Bildung und Gesundheit. Es ginge aber auch um einen vernünftigen Umgang mit dem „durchaus ernstzunehmendem Thema Klimawandel“, das jedoch mit Maß und Ziel und angemessenem Augenmaß für die Automobilindustrie einhergehen sollte. Schließlich stehe man im internationalen Wettbewerb und sei von der „schwächelnden Weltkonjunktur“ – Stichworte Brexit und Handelskrieg – unmittelbar betroffen. So brauche es Steuererleichterungen für starke Unternehmen, so Mayer, einen ausgewogenen Umgang mit erneuerbaren Energien, die ja nicht zuletzt auch verfügbar und finanzierbar sein müssten und nicht zuletzt ansprechende Anreize, um das Verhalten der Verbraucher in ökonomisch wie ökologisch nachhaltige Bahnen zu lenken. Kurzum: Es läge an der Politik, ein „effektives, ressourcenschonendes und lukratives“ Arbeiten zu ermöglichen.

Natürlich ging Mayer neben den Rahmenbedingungen, die weiter auszubauen seien, auch auf die gesellschaftlichen Veränderungen ein. Hier nannte er den „zunehmenden Antisemitismus“, den „polarisierenden Radikalismus“, die „erhöhte Gewaltbereitschaft“ und damit den zu beobachtenden Werteverlust. Natürlich sprach er in diesem Zusammenhang auch klar die AfD und deren aggressives Auftreten im Bundestag an und stelle klar: „Die Doktrin der CSU muss ein, dass wir in keiner Weise mit der AfD zusammen arbeiten.“ „Die Gesellschaft verroht“, sorgt sich der Staatssekretär und mahnte zu Zusammenhalt, den ja die vielen Ehrenamtlichen in diversen Zusammenschlüssen vorbildlich vorlebten.

Trotz Nachwuchsproblemen ist auch Simbach in Sachen ehrenamtlichem Engagement sehr gut aufgestellt. Um die 60 Vereine zählt der Markt mit all seinen Ortsteilen. Diesem unschätzbaren Einsatz für ein harmonisches Miteinander kann der Bürgermeister nicht genug danken. Zu gerne lädt daher der CSU-Ortsverband die Vereinsmacher alljährlich zum Neujahrsempfang ein und so genossen viele Abordnungen die interessanten Ausführungen und Einblicke in die politischen Geschehnisse in diesem so wichtigen Jahr und Jahrzehnt.

LZ v. 21.01.20